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Berufsunfähigkeit ist ein privates Risiko

Was hat die Rentenreform gebracht?

Im November 2000 wurde eine "kleine" Rentenreform beschlossen: Wer nicht mehr voll erwerbstätig sein kann, erhält seit 01. Januar 2001 noch weniger Geld aus der gesetzlichen Rentenkasse. Eine Berufsunfähigkeitsrente gibt es aus der gesetzlichen Versicherung seitdem nicht mehr. Besonders hart trifft es diejenigen, die am 01.01.2001 noch keine 40 Jahre alt waren.

Worum geht es?

Ursachen
Ursachen von Berufs- und Erwerbsunfähigkeit sind Krankheiten (beispielsweise Herz- und Kreislauferkrankungen, Erkrankungen der Wirbelsäule und des Skeletts, Rheuma, Gemüts- und Nervenkrankheiten, Tumore, Blutkrankheiten, Erkrankungen der Verdauungsorgane, Stoffwechselkrankheiten sowie Erkrankungen der Atmungsorgane), Unfälle und andere Gebrechen.
Unfälle
Weniger als 10 % der Berufs- und Erwerbsunfähigkeitsfälle werden durch Unfälle verursacht.
Berufsunfähigkeit
Berufsunfähig ist, wer durch Krankheit, Unfallfolgen oder andere Gebrechen weder im erlernten noch in einem zumutbaren Beruf weniger als halb soviel leisten kann, wie vergleichbare gesunde Menschen.
Erwerbsunfähigkeit
Erwerbsunfähig ist, wer durch Krankheit, Unfallfolgen oder andere Gebrechen keine regelmäßige Erwerbstätigkeit ausführen oder daraus nur noch geringfügige Einkünfte erzielen kann.

Was hat das für mich für Folgen?

Keine Erwerbsminderungsrente
Wer noch mindestens sechs Stunden täglich in irgendeinem Beruf tätig sein kann, hat keinen Anspruch aus der gesetzlichen Rentenversicherung mehr. Man muss jedes Arbeitsangebot annehmen, auch wenn es unter der eigenen Qualifikation liegt und niedriger bezahlt wird.
Halbe Erwerbsminderungsrente
Wer mehr als drei, aber weniger als sechs Stunden täglich arbeiten kann, erhält nur noch die halbe Erwerbsminderungsrente. Die Berufsunfähigkeitsrente gibt es in der gesetzlichen Rentenversicherung nicht mehr. Es spielt dann keine Rolle mehr, in welchem Beruf man arbeiten könnte. Vereinfacht kann man es so ausdrücken: Auch ein Bankdirektor oder Filmregiseur kann, falls er invalide wird, meistens noch für drei Stunden am Tag als Museumswärter arbeiten. Das Problem ist nur: Es gibt nicht ausreichend viele Stellen für Museumswärter.
Volle Erwerbsminderungsrente
Wer nur noch weniger als drei Stunden am Tag eine berufliche Tätigkeit ausüben kann, hat Anspruch auf die volle Erwerbsminderungsrente.
Stichtag
Wer vor dem 01.01.1961 geboren ist, für den gilt noch die Regelung, dass er nur auf einen seiner Ausbildung entsprechenden Beruf verwiesen werden kann. Anstelle der Berufsunfähigkeitsrente kommt für diese Gruppe jedoch auch nur die niedrigere halbe Erwerbsminderungsrente in Betracht. Alle, die nach dem 02.01.1961 geboren wurden, müssen im Fall einer Invalidität jede noch mögliche andere Tätigkeit annehmen.
Voraussetzungen
Vor Eintritt des Invaliditätsfalls müssen 60 Monate Pflichtbeiträge gezahlt worden sein, wobei in den letzten fünf Jahren mindestens 36 Monate lang gearbeitet worden sein muss (Eine gemeldete Arbeitslosigkeit oder die Betreuung von Kleinkindern zählen ebenso für die Berechnung dieser 36 Monate.). In den ersten sechs Jahren nach der Ausbildung genügen zwölf Beitragsmonate in den beiden Jahren vor Rentenantrag.
Beantragung
Die Erwerbsminderungsrente muss nach Ablauf von drei Jahren jeweils neu beantragt werden. Unterbleibt das oder kann der Betroffene gegenüber dem gesetzliche Rentenversicherungsträger seine Invalidität nicht mehr ausreichend nachweisen, endet die Zahlung.

Was kann ich tun?

Private Vorsorge
Ausgleich schafft eine private Berufsunfähigkeitsversicherung. Durch die gesetzlichen Änderungen ist die private Ergänzung noch wichtiger geworden. Selbst Versicherte, die zukünftig eine volle Erwerbsminderungsrente erhalten, werden es damit kaum schaffen ihren gewohnten Lebensstandard zu halten.
Kombination mit Risikolebensversicherung
Zwar gibt es selbständige Berufsunfähigkeitsverträge. Günstiger sind jedoch Risikolebensversicherungen mit einer Berufsunfähigkeits-Zusatzversicherung.
Kapitalbildende und fondsgebundene Lebensversicherung
Wollen Sie gleichzeitig ein finanzielles Polster für das Alter anlegen, können Sie die Berufsunfähigkeitszusatzversicherung mit einer kapitalbildenden Lebensversicherung kombinieren. An der dynamischeren Wertentwicklung der Aktienmärkte nehmen Sie bei der Kopplung an eine fondsgebundene Lebensversicherung teil.
Private Rentenversicherung
Möchten Sie Ihre Altersvorsorge unproblematisch mit einer lebenslangen Rente gestalten, gibt es die Kombination mit einer privaten Rentenversicherung. Auch hier ist ein fondsgebundener Vertrag möglich.
Schüler, Auszubildende, Studenten, Selbständige, Hausfrauen, Hausmänner
Insbesondere für Schüler, Auszubildende, Studenten, Selbständige sowie Hausfrauen und -männer, bei denen erlernter bzw. ausgeübter Beruf nicht klar abgegrenzt werden kann, sind seit einigen Monaten private Erwerbsunfähigkeitsversicherungen auf dem Markt. Schüler, Auszubildende und Studenten bekommen in der Regel kein Geld aus der gesetzlichen Invaliditätsversicherung, da sie die Vorversicherungsdauer (60 Beitragsmonate) noch nicht erfüllen. Gleichzeitig ist die Ausbildung zum "erlernten Beruf" noch nicht abgeschlossen. Bei Selbständigen entsteht eine Lücke dadurch, dass sie nach der Rentenreform zwar die volle, nicht aber die halbe Erwerbsminderungsrente erhalten können. Hausfrauen und Hausmänner leisten wichtige Arbeit, erhalten dafür aber kein Einkommen, von dem sie Sozialversicherungsbeitrag abführen könnten. Trotzdem müßten im Invaliditätsfall Haushaltshilfe und Kinderbetreuung finanziert werden.
Wenn möglich, empfiehlt sich jedoch der umfassendere Schutz einer Berufsunfähigkeitsversicherung, da der Kostenvorteil einer Erwerbsunfähigkeitsversicherung nur gering ist.
Beitragszahlung
Bei allen Kombinationen mit einer Berufsunfähigkeits-Zusatzversicherung übernimmt die Zusatzversicherung im Invaliditätsfall ergänzend zur Zahlung einer Rente die Beitragszahlung für die Hauptversicherung.
Dynamisierung
Bei der Rentenhöhe sollte die allgemeine Preisentwicklung beachtet werden. Abhilfe schafft ein Vertrag mit Dynamisierung.
Übergang ins Rentenalter
Die Zahlung der Rente endet auch bei einer Privat-Versicherung spätestens mit dem 65. Lebensjahr. Damit das Lebensniveau danach nicht einbricht, sollte entweder die Invaliditätsrente so hoch gewählt sein, dass bis dahin ein entsprechendes Vermögen angespart ist. Oder Sie wählen die Kombination mit einer kapitalbildenden Lebens- oder Rentenversicherung.

 

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